
Wollkopf-Kratzdistel
Die GRÜNEN-Fraktion in der Bad Sodener Stadtverordnetenversammlung regt zu einem wichtigen Schritt zum Schutz unserer Insekten und der Biodiversität in unserer Stadt an. „Wir haben einen Antrag eingebracht, der die Stadt dazu aufruft, insektenfreundliche Bepflanzung in öffentlichen und privaten Grünflächen bei Neuanpflanzungen zu fördern und zu bewerben“, kündigt Jörg Ellminger für die Fraktion an. Über diesen Antrag wird am Mittwoch dieser Woche in der Stadtverordnetenversammlung abgestimmt.
Und weiter: „Wir hoffen auf breite Zustimmung unseres Antrags. Er sieht vor, dass die Stadt Bad Soden in ihrem Newsletter, auf der Homepage, in den sozialen Medien und an Schaukästen zuvor erarbeitete Empfehlungen veröffentlicht, wie Bürgerinnen und Bürger ihre Gärten und Grünflächen insektenfreundlich mit heimischen Pflanzen gestalten können. Dabei wird auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nicht heimische Pflanzen wie Kirschlorbeer, Thuja, Geranien, Rosen und Forsythien kaum oder gar keine Nahrung für Bienen und andere Insekten bieten.“
Begründet wird dieser überfällige Schritt durch den alarmierenden Rückgang der Insektenbestände und heimischen Vogelarten. Dieser ist unter anderem auf die Verwendung ungeeigneter Pflanzenarten zurückzuführen. Besonders problematisch sei die zunehmende Pflanzung von Kirschlorbeer, der anscheinend in Bad Soden bei der Neuanlage von privaten Gärten vorzugsweise gepflanzt wird, jedoch kaum bis keine Nahrungsquellen für Insekten oder Futterquellen für Vögel bietet.
„Wir möchten auch die Bürgerinnen und Bürger für dieses wichtige Thema sensibilisieren und die Stadt als Vorbild vorangehen lassen“, erklärt Ellminger. „Bei Neupflanzungen und Umgestaltungen sollten Neophyten und invasive Arten so weit wie möglich vermieden werden, um die nachfolgende Nahrungskette für Vögel, Fledermäuse, Fische, Amphibien, Reptilien und auch Menschen zu sichern. Wir möchten auch auf die bestehenden Bebauungspläne der Stadt Bad Soden am Taunus hinweisen, die in Bezug auf Bepflanzungen Vorgaben enthalten. Diese Pläne sollten die Bedeutung einer naturnahen und insektenfreundlichen Gestaltung der Grünflächen betonen. Es ist wichtig, dass bei Neupflanzungen und Umgestaltungen diese Vorgaben konsequent umgesetzt werden, um den Schutz der Insekten zu gewährleisten. Es wäre wünschenswert, dass der zuständige Fachausschuss und die Stadtverwaltung künftig ein besonderes Augenmerk auf die Aktualität der Pflanzempfehlungen richten und die Pläne unter Berücksichtigung neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse durch die Stadtverwaltung kontinuierlich anpassen lässt“, begründet der fachpolitische Sprecher der GRÜNEN-Fraktion, Jörg Ellminger, den Wunsch der Fraktion.
„Wir rufen alle Einwohnerinnen und Einwohner auf, aktiv zum Schutz unserer Insekten beizutragen: Gestalten Sie Ihre Gärten insektenfreundlich, verzichten Sie auf sogenannte invasive Pflanzen, setzen Sie auf heimische Arten und nutzen Sie keine Insektenfallen im Freien.“ schließt Ellminger seinen Apell.




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