Seit einigen Wochen beschweren sich Bad Sodener Bürger:innen über die umfangreichen Baumfäll-Maßnahmen im Eichwald entlang der Bad Sodener Straße ‚Am Eichwald‘. Breite Schneisen sind bis weit in den Wald hinein geschlagen und das verwertbare Holz an den Wegen aufgestapelt, wie beigefügte Fotos zeigen. Dabei wurden auch viele alte, gesunde Bäume gefällt, um die Hundert Jahre alte Eichen, wie man anhand der Jahresringe nachzählen kann, daneben Buchen, Eschen, Birken und Nadelbäume, auch in dem ausgewiesenen Begründungsgebiet, das nach dem Sturm Wibke zu Beginn der 90er Jahre natürlich nachwachsen sollte und nur bei Bedarf Bäume nachgepflanzt werden sollten (siehe dort aufgestellte Tafel). Teils in großen Stapeln, teils aber auch vereinzelt liegen diese Bäume neben den Waldwegen und in den Schneisen. Der Wert des Holzes dürfte im sechsstelligen Euro-Bereich liegen.

Die Menschen beschweren sich auch wegen des seit Wochen anhaltenden massiven Lärms durch den Einsatz der Maschinen, wodurch Menschen und Haustiere in Mitleidenschaft gezogen werden. Besonders leiden auch die Tiere im Wald, für die in der Regel seit Anfang Februar gemäß hessischen Gesetzen Schonzeit ist. Seit wenigen Tagen ist aber endlich Ruhe eingekehrt, die Arbeiten wurden unterbrochen.
Natürlich müssen in einem Wirtschaftswald – darum handelt es sich auch beim Eichwald – Baumfäll-Arbeiten erfolgen, entweder zum Schutz der Spaziergänger im Naherholungswald, aber auch aus wirtschaftlichen Erwägungen. Letzteres ist auch ein Grund für die sogenannten Rückewege, die nach Aussage unseres Revierförsters alle 30 Meter geschlagen werden, um die Bäume aus dem Wald heraus zu holen. Aber müssen diese 3 bis 4 Meter breit sein? Und müssen dabei auch die schönen alten und gesunden Bäume geschlagen werden? Und warum wurden die Baumfällarbeiten bis in das Frühjahr hinein vorgenommen und nicht im Winter? Im Sodener Teil des Eichwalds wurden die Rückewege in den vergangen Jahren entlang der Kronberger Straße in Höhe des Krankenhauses waldfreundlicher erstellt, nicht so im Sulzbacher Teil des Eichwalds.
Dieser Teil des Eichwalds gehört nämlich nicht der Stadt Bad Soden, sondern ist Teil der Gemeinde Sulzbach und wird auch von einer anderen Revierförsterin betreut. Beschwerden sind also nicht an die Stadt Bad Soden zu richten, sondern an die Gemeinde Sulzbach. Das war einigen Menschen, die uns angesprochen haben, so nicht bewusst. Vielleicht erinnern Sie sich: Vor drei Jahren haben wir ebenfalls hier berichtet. Damals ging es um die übermäßige Abholzung von Büschen und kleinen Bäumen an der grünen Südfront des Eichwalds mit der gleichen Zuständigkeit.




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